Wer erkennt Brustkrebs besser?


Arzt oder Computer
Wer erkennt Brustkrebs besser?

Wer erkennt Brustkrebs besser in Mammografie-Aufnahmen, geschulte Radiologen oder eine spezielle Computersoftware? In einer aktuellen Studie hat offenbar die Software gewonnen. Allerdings gibt es dabei einen Haken: Noch sagt der Computer nicht, wo genau der verdächtige Befund sitzt.

DeepMind auf Brustkrebs trainiert

Künstliche Intelligenz (KI) ist auf dem Vormarsch – auch in der Medizin. Schon lange unterstützen Roboter Chirurgen bei Gehirnoperationen oder bei orthopädischen Eingriffen. Auch in der Diagnostik spielen computergestützte Algorithmen eine immer größere Rolle, z. B. bei der Auswertung von EKGs. Nun hat Google Health eine neue aufwendige Software entwickelt, die nach einer Lernphase selbst Strategien zur Diagnose entwirft, diese überprüft und dadurch Auffälligkeiten in digitalen Mammografie-Aufnahmen besser erkennt als frühere Computerprogramme. Dieses DeepMind genannte KI-System ging nun in einer britisch-amerikanischen Studie gegen Radiologen ins Rennen. Dabei wurden 28 000 Datensätze von beiden Teams auf Brustkrebs-verdächtige Auffälligkeiten geprüft.

DeepMind macht weniger Fehler

Das Ergebnis spricht den Studienautoren zufolge für den Einsatz der KI bei der Früherkennung von Brustkrebs. Denn sowohl bei den falsch-positiven Befunden (das sind als verdächtig eingestufte Befunde, die sich nachher als gesund erweisen) als auch bei den falsch-negativen (als unauffällig bewerte Befunde, die sich später als Krebs herausstellen) war die Fehlerrate von DeepMind niedriger (5,7 bzw. 9,4 % in den USA, 1,2% bzw. 2,7% in Großbritannien).

Frühere Diagnose, weniger unnötige Biopsien

Mit Hilfe der KI ließe sich die Zahl rechtzeitig erkannter Mammakarzinome steigern und die Anzahl unnötiger Gewebeentnahmen senken, folgern deshalb die Autoren. Sie sehen den Einsatz von Systemen wie DeepMind jedoch als Unterstützung und nicht als Ersatz für den Arzt. Zum einen haben in dieser Studie Radiologen auch Brustkrebsherde gefunden, die die KI nicht entdeckt hatte. Außerdem können Ärzte – noch – auf die Patientengeschichte und ältere Untersuchungssysteme zurückgreifen.

Es gibt noch einen weiteren Haken an DeepMind, schreibt die Radiologin Etta Pisano in ihrer Bewertung der Studienergebnisse. Noch kann die Software offenbar nicht mitteilen, wo genau sie auf der Mammografie-Aufnahme einen verdächtigen Befund erkannt hat.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

News

Krebs durch ungesunden Lebensstil
Krebs durch ungesunden Lebensstil

Übergewicht und falsche Ernährung

Krebs ist in Deutschland die zweit häufigste Todesursache – nur an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben mehr Menschen. Viele dieser Krebserkrankungen ließen sich durch eine gesündere Ernährungsweise verhindern.   mehr

Zoster-Impfung schützt das Gehirn

Ältere und jüngere Frau liegen zusammen gutgelaunt auf einer Picknickdecke im Gras.

Jede fünfte Demenz vermeidbar?

Die Zosterimpfung schützt offenbar nicht nur vor der schmerzhaften Gürtelrose. Neue Studien zeigen, dass sie auch vor Demenz bewahren kann.   mehr

Wärmepflaster gegen Schmerzen
Sitzende Frau massiert sich den unteren Rücken. Wärmepflaster können gegen Schmerzen helfen.

Schnelle Hilfe für den unteren Rücken

Eine falsche Bewegung – und schon zwickt es im unteren Rücken. Linderung versprechen da praktische Wärmepflaster. Doch in welchen Fällen helfen sie wirklich?   mehr

Ultraschall in der Schwangerschaft
Ultraschall in der Schwangerschaft

Wichtig und sicher

Nach unglücklichen Aussagen in einem Interview stellen medizinische Fachverbände klar: Die Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft sind für Mutter und Kind sicher.   mehr

Mit Nadeln gegen Rückenschmerzen
Mit Nadeln gegen Rückenschmerzen

Gute Option für ältere Menschen?

Viele Senior*innen leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Doch gerade im fortgeschrittenen Alter gestaltet sich deren Behandlung oft als schwierig. Womöglich ist die Akupunktur eine gute zusätzliche Option.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Wiho-Apotheke
Inhaber Meinhard Heyen
Telefon 0541/57 26 53
Fax 0541/58 90 55
E-Mail wiho-apotheke@t-online.de