Haarausfall bei Kindern abklären!


Pilze, Psyche, Pferdeschwanz
Haarausfall bei Kindern abklären!
Cavan Images/imago-images.de

Haarausfall kann alle Altersgruppen treffen. Doch aufgepasst: Während bei Erwachsenen die Gründe meist harmlos sind, stecken beim kindlichen Haarausfall oft ernstere Erkrankungen dahinter.

Kindlichen Haarausfall immer abklären

Wird das Haar auf dem Kinderkopf dünner oder finden sich einzelne kahle Stellen, ist das kein kosmetisches Problem, sondern ein ernstzunehmendes Alarmzeichen. Deshalb heißt es in solchen Fällen: Ab in die Kinderarztpraxis und den Haarausfall abklären. Die häufigsten Ursachen kindlichen Haarausfalls sind:

  • Pilzerkrankung des Kopfes (Tinea capitis). Bei der Tinea capitis treiben vor allem Dermatophyten wie Microsporum canis oder Trichophytum rubrum ihr Unwesen auf dem Kinderkopf. Sie machen sich bemerkbar mit runden kahlen Stellen, um die herum viele abgebrochene Haare sitzen. Auch schuppige Hautveränderungen sind verdächtig für einen Pilzbefall. Ob eine Behandlung mit lokal aufzutragenden Antimykotika (Antipilzmitteln) reicht oder ob das Kind diese auch schlucken muss, kommt auf das Ausmaß des Befalls an. Und weil es sich beim Pilzbefall um eine ansteckende Erkrankung handelt, muss strikt auf Hygiene geachtet werden. D.h. Kämme, Bürsten und Handtücher nicht gemeinsam verwenden und Wäsche bei 60 ° waschen.
  • Autoimmunphänomene. Wenn sich kahle Stellen plötzlich und schubweise entwickeln, steckt womöglich eine Autoimmunkrankheit dahinter. Diese kann als alleinige Alopezia areata (kreisrunder Haarausfall) auftreten, aber auch Zeichen einer anderen autoimmunen Störung wie beispielsweise einer Schilddrüsenerkrankung sein. Ob und wie behandelt werden muss, klärt die Kinderärzt*in.
  • Mangelerscheinungen. Eisenmangel oder der Mangel an Vitaminen führen auch bei Kindern zu einem diffusen Haarausfall. Bei einem derartigen Verdacht kann die Kinderärzt*in leicht im Blutbild leicht feststellen, ob Spurenelemente oder Vitamine fehlen und gegebenenfalls zusätzlich eingenommen werden müssen.
  • Zu fester Zug. Zu stramm geflochtene Zöpfe oder ein zu fest gebundener Pferdeschwanz können durch ständigen Zug zum Haarausfall führen. Gegen eine solche Traktionsalopezie hilft es, die Haare weniger oder am besten gar nicht zu flechten.
  • Trichotillomanie. Manche Kinder reißen sich bei seelischer Überlastung die Haare aus. Oft finden sich dann noch weitere Anzeichen wie Lippenbeißen oder Nägelkauen. Kinder mit diesen Symptomen brauchen Hilfe. Die Eltern sollten deshalb bei der Kinderärzt*in Rat suchen.

Quelle: ptaHeute

News

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

So schlafen Schichtarbeitende besser

Mann liegt mit Schlafmaske im Bett.

Erst Lichtdusche, dann Sonnenbrille

Viele Schichtarbeiter*innen leiden unter Schlafproblemen und ständiger Müdigkeit. Doch es gibt einige Strategien, mit denen man dagegen angehen kann.   mehr

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Wiho-Apotheke
Inhaber Meinhard Heyen
Telefon 0541/57 26 53
Fax 0541/58 90 55
E-Mail wiho-apotheke@t-online.de