Nagelerkrankungen unter der Lupe


Pilzbefall oft Fehldiagnose
Nagelerkrankungen unter der Lupe

Mehr als jede zweite Erkrankung der Fuß- oder Fingernägel diagnostizierten Ärzte nicht korrekt. Das zeigte eine Studie der Universitätsklinik des Saarlandes. Besonders oft erwies sich eine vermutete Pilzinfektion als falsch.

Pilzbefall der Nägel seltener als vermutet

Die Dermatologin Cornelia Müller und ihr Team von der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg bewerteten über einen Zeitraum von 8 Jahren die Diagnosen von Nagelerkrankungen. Die Experten verglichen 639 ärztliche Erstdiagnosen mit dem Ergebnis der nachfolgenden Gewebeuntersuchung einer Nagelprobe im Labor.

In der Studie erwies sich mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller gestellten Erstdiagnosen als falsch. Häufigste, irrtümlich diagnostizierte Erkrankung war der Nagelpilz, auch Onychomykose genannt. Nach ärztlicher Einschätzung lag bei 62 Prozent der Patienten eine Onychomykose vor, die anschließende Gewebeuntersuchung bestätigte dies nur für 22 Prozent der Patienten. Die häufigste im Labor ermittelte Diagnose war eine Wachstums- und Ernährungsstörung des Nagels. Diese Erkrankung tritt häufig nach wiederholten kleinen Nagelverletzungen auf, wie sie zum Beispiel bei Fußballspielern vorkommen. Die Erstdiagnose von Wachstumsstörungen und eingewachsenen Nägeln traf ein Großteil der Ärzte problemlos.

Vorsicht bei Nagelverfärbungen

Zu besonderer Aufmerksamkeit raten Experten bei unregelmäßigen, braun-schwarzen Verfärbungen der Nägel, die sich nicht durch eine Verletzung erklären lassen. In diesen Fällen besteht die Gefahr eines bösartigen Tumors am Nagel, eines so genannten Nagelmelanoms. Nach Müller treten Nagelmelanome meist bei Patienten über 60 Jahren auf, bei Kindern unter 14 Jahren sind sie äußerst selten. Müller betrachtet das Alter eines Patienten beim Melanomverdacht als wichtiges Kriterium, jedoch nicht als Garantie. Sie empfiehlt daher im Zweifel immer eine Gewebeuntersuchung im Labor, auch bei Kindern und jungen Erwachsenen.

In der vorliegenden Studie wurden von den behandelnden Ärzten 72 Nagelproben zur Abklärung eines Nagelmelanoms eingeschickt. In 13 Fällen bestätigte das Labor den Verdacht.

Quelle: Ärzteblatt

News

Fleischlos essen stört Wachstum nicht
Fleischlos essen stört Wachstum nicht

Kinder vegetarisch ernähren?

Entwarnung für Eltern, die ihren Nachwuchs vegetarisch ernähren möchten. Im Gegensatz zu früheren Vermutungen führt die fleischlose Kost bei Kleinkindern nicht zu Wachstumsstörungen.   mehr

Säureblocker kann Asthma fördern
Säureblocker kann Asthma fördern

Vorsicht bei Atemwegserkrankungen

Säureblocker gelten als gut verträglich. Bei längerfristiger Einnahme drohen allerdings Nebenwirkungen. Insbesondere für Patient*innen mit chronischen Atemwegserkrankungen kann das problematisch werden.   mehr

Mit Optimismus länger leben
Mit Optimismus länger leben

Schützt Herz und Zellen

Für ein gesundes langes Leben sind nicht nur gute Gene verantwortlich. Man kann auch einiges selbst dafür tun - zum Beispiel sich weniger ärgern.   mehr

Zäpfchen richtig anwenden
Zäpfchen richtig anwenden

Alternative zu normalen Tabletten

Nicht nur bei Kindern ist die Anwendung von rektalen Zäpfchen oft sinnvoll. Leiden Erwachsene etwa an starkem Brechdurchfall, bleiben normale Tabletten nicht lang genug im Magen-Darm-Trakt, um zu wirken.   mehr

Gehen lindert Kniegelenksarthrose
Ältere Frau beim Nordic Walking. Gehtraining kann bei Arthrose der Kniegelenke helfen - aber nicht bei jedem.

Nur mit geraden oder O-Beinen

Sportliches Gehen kann die Kniegelenksarthrose aufhalten. Das trifft allerdings nicht auf Menschen zu, die mit X-Beinen durch die Welt laufen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Wiho-Apotheke
Inhaber Meinhard Heyen
Telefon 0541/57 26 53
Fax 0541/58 90 55
E-Mail wiho-apotheke@t-online.de